Den 26.08.2010

Carrière

Wie verfasse ich meinen Lebenslauf und mein Bewerbungsschreiben?

cvIhr Lebenslauf muss eine übersichtliche Zusammenfassung Ihres schulischen und beruflichen Werdegangs enthalten. Das gilt für einen Studentenjob genauso wie für die Bewerbung um Ihre erste richtige Stelle. Denn Ihr Lebenslauf ist Ihre Visitenkarte und soll Ihrem potenziellen Arbeitgeber einen ersten Eindruck von Ihnen vermitteln. Deshalb ist es wichtig, dass Ihr Lebenslauf inhaltlich klar und eindeutig gegliedert ist.

Doch damit allein ist es nicht getan: Sie können nicht einfach Ihren Lebenslauf in einen Briefumschlag stecken und auf eine Einladung zum Vorstellungsgespräch hoffen. Wenn ein Arbeitgeber Sie auswählen soll, dann müssen Sie sich schon ein wenig mehr anstrengen… Ein Lebenslauf wird niemals ohne Bewerbungsschreiben verschickt. Darin können Sie dem Unternehmen zeigen, warum Sie wirklich an der Stelle interessiert sind. Aber dazu kommen wir gleich noch.

Und eins ist klar: Eine Bewerbung ist kein Kinderspiel. Es lohnt sich, seine ganze Energie dafür aufzubringen! Nur so kann man darauf hoffen, zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden und damit die erste Stufe auf dem Weg zum neuen Job zu erreichen.

Am besten beginnen Sie mit dem Lebenslauf, denn hierfür müssen Sie lediglich eine ganze Reihe von Informationen über Sie selbst zusammentragen. Das Bewerbungsschreiben ist schon etwas schwieriger. Hier müssen Sie mit mehr Strategie vorgehen: Sie müssen sich verkaufen und Ihr Gegenüber davon überzeugen, dass Sie genau der- bzw. diejenige sind, die er sucht.

Tipps und Tricks für einen guten Lebenslauf

Sammeln Sie zunächst alle Informationen zu Ihrem Werdegang. Auf den Websites studyrama und comment rédiger son CV ? finden Sie Hilfe bei der Gliederung Ihrer Angaben.

  • Ihre Schulabschlüsse: Der wichtigste Abschluss ist in der Regel der letzte, d.h. das Zeugnis, aus dem Ihre Spezialisierung hervorgeht, d.h. das, was Sie studiert haben. Sie müssen hierbei nicht Jahr für Jahr auflisten, nur die Abschlüsse sind wichtig. Achten Sie darauf, dass Sie die Namen der Schulen ausschreiben und das Datum des Abschlusszeugnisses hinzufügen.
  • Ihre Zusatzausbildungen: Zusatzabschlüsse, Ausbildungsnachweise, Auslandsaufenthalte, sonstige Bestätigungen…
  • Ihre Sprachkenntnisse: machen Sie präzise Angaben für jede Sprache (Leseverständnis, mündlich, schriftlich) und seien Sie dabei ehrlich. Ihr Gesprächspartner kann ganz schnell überprüfen, ob Ihre Angaben der Wahrheit entsprechen!
  • Ihre Berufserfahrung: Hierzu zählen Ihre ehemaligen Arbeitgeber, wenn es sich nicht um Ihre erste Stelle handelt, Ihre Praktika, Ihre Studentenjobs, Zeitarbeitsverträge, usw.
  • Ihre besonderen Fähigkeiten und Ihre Interessenschwerpunkte: diese Angaben sind interessant, weil sie Ihre besonderen Eigenschaften hervorheben (Theater, Sport, ehrenamtliche Tätigkeit,…) Beschränken Sie sich hierbei auf wenige Punkte. Diese Informationen sollen nur Ihre zuvor gemachten Angaben ergänzen.

Wenn Sie mit dieser Aufstellung fertig sind, haben Sie den größten Teil der Arbeit bereits hinter sich! Jetzt ist es Zeit für eine kurze Pause. Machen Sie sich nun Gedanken über den Aufbau Ihres Lebenslaufes. Entscheiden Sie sich für eine Vorlage, deren Layout Ihnen gefällt und bei dem die Angaben klar strukturiert sind. Aber ich bitte Sie: Nur kein Kitsch!

Auf der Website http://modeledecv.com/ finden Sie eine ganze Reihe von Vorlagen.

Jetzt müssen Sie das Ganze nur noch anpassen – und vergessen Sie dabei nicht, dass ihr Lebenslauf Ihre Visitenkarte ist: Klarheit und Knappheit sind gefragt!

Klarheit erreichen Sie durch Bullet Points und eine chronologische Anordnung Ihrer Angaben. Achten Sie dabei darauf, dass die Angaben mit dem aktuellsten Datum an erster Stelle stehen. Das Jahr, in dem Sie Ihr Abitur gemacht haben ist nicht so wichtig wie das Jahr, in dem Sie z.B. Ihren Hochschulabschluss erreicht haben.

Knappheit erreichen Sie, indem Sie sich auf die wesentlichen Angaben beschränken. Ihr Lebenslauf soll vollständig sein, aber nicht überfrachtet. Vergessen Sie nicht, dass Ihr Lebenslauf trotz Ihrer grenzenlosen Erfahrung und Ihrer beeindruckenden Zeugnisse ☺ in einem riesigen Stapel untergehen wird. Ein kurzer und gut aufgebauter Lebenslauf wird die Aufmerksamkeit eines potenziellen Arbeitgebers eher auf sich ziehen als ein Lebenslauf in epischer Breite. Schauen Sie einmal auf die Website www.toobusiness.com. Dort finden Sie möglicherweise Hilfe.

Wie schaffe ich es, zum Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden?

Wer glaubt, dass das Bewerbungsschreiben nur der Begleitbrief zum Lebenslauf ist, der hat sich gründlich geirrt. Es ist von entscheidender Bedeutung! Durch das Bewerbungsschreiben bekommt Ihr Arbeitgeber Lust (oder eben nicht!), sich Ihren Lebenslauf anzusehen. Dieses Schreiben darf seine Wirkung nicht verfehlen und soll erreichen, dass Sie zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen werden.

Vermeiden Sie hohle Phrasen, ziehen Sie die Aufmerksamkeit Ihres Lesers mit sachlichen Informationen auf sich. Anregungen können Sie sich auf den beiden folgenden Websites holen: http://www.toobusiness.com/portail/conseil/emploi/lettre.htm und http://www.doc-etudiant.fr/blog/rediger-lettre-de-motivation.

  • Machen Sie zusätzliche Angaben, die nicht in Ihrem Lebenslauf enthalten sind oder die in Ihrem Lebenslauf enthalten, aber besonders erwähnenswert sind.
  • Betonen Sie Ihre Stärken (besondere Fähigkeiten, die in direktem Zusammenhang mit der ausgeschriebenen Stelle stehen)
  • Erläutern Sie, warum Sie sich um diese Stelle bewerben
  • Verdeutlichen Sie Ihren Nutzen für das Unternehmen
  • Machen Sie Ihre Beweggründe deutlich

Kurzum: Sie müssen Werbung für sich machen… und ich kann Ihnen versichern, dass das gar nicht so einfach ist! Aber es führt kein Weg daran vorbei.

Wenn Sie mit dem Anschreiben fertig sind, lassen Sie es von einem Freund/ einer Freundin oder Ihren Eltern gegenlesen.

Ihre Meinung könnte Ihre Ausführungen ergänzen!

Und noch eine Sache: Der erste Versuch ist nicht immer der beste.

Lassen Sie sich nicht entmutigen! Suchen Sie nach weiteren Stellenangeboten und passen Sie Ihre Bewerbung entsprechend an. In Zeitungen und den Jobbörsen im Internet wimmelt es an Stellenanzeigen jeder Art. http://fr.jobs.lu/, http://francais.monster.lu/

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